Hola gente!

Start zu dritt 

Am Montag, den 29. September 2025 ging es los. Zu Beginn hat uns Valéries Bruder begleitet. Er fährt seit kurzem wieder Motorrad und durfte meine Routenplanung geniessen - bei herbstlich frischen Temperaturen sind wir extra das Sibirien der Schweiz (La Brévine) angefahren, um dann in den französischen Jura zu entfliehen. Es war effektiv etwas frischer als erwartet aber so gesehen wurden wir nicht enttäuscht 😂


Einfach nur schön und 🥶

Start zu dritt

Schon ganz im Reisemood haben wir gekonnt diesen weissen und mit rot umrundeten Punkt ignoriert und umfahren, nur um von einem Baustellenarbeiter informiert zu werden, dass da vorne grössere Löcher auf uns warten. Wirklich grosse Löcher... Ist halt schon so - in der Schweiz bleiben Verkehrssignalisationstafeln nicht unnötig stehen 😁


Diese Löcher waren noch nicht der Rede wert - den Rest haben wir uns erspart nach freundlicher Info.

Danke Yves für das Begleiten!

Für Tank-Angsthasen: ist optimal aufgegangen 😉


Regionen Franche-Comté, Auvergne/Rhône-Alpes, Occitanie

Mit dem Motorrad zuerst durch die Freiberge, dann durch die schönen Regionen (dem Fluss Ain entlang) in die Region Auvergne-Rhône-Alpes, haben wir bei Ny My übernachtet. Mit ihrem Ehemann reist sie viel und oft und erzählte uns von der Angst der Hausbesetzungen (Squat). Sind sie zu lange von zu Hause weg, riskieren sie, dass ihr Haus besetzt wird. Hausbesetzer können dann nicht einfach rausgeworfen werden und man muss weiterhin für die Kosten (Strom, Wasser etc.) aufkommen. Eine Recherche hat ergeben, dass im Jahr 2025 eine neue Gesetzgebung erfolgt ist. Vielleicht verbessert das die Situation nun? Es wäre zu wünschen und euch allzeit gutes Reisen und schöne Abenteuer!



Weiter ging's und auf dem Col de l'Œillon mussten wir uns ab Google fragen:
Dass das als Strecke vorgeschlagen wird, kann ich noch verstehen...

... aber hier? Nein! Und doch gibt es wohl jemand der's versucht hat. Sonst wäre wohl kein Schild nötig gewesen 😂

Schön war es über dem Nebel!

Die Strasse führte uns dann in den Nationalpark der Cévennes (wunderschön für Motorradfahrer - wer das noch nicht kennt, sollte es sich mal gönnen!) und weiter ins Languedoc nach Mazamet. Ohne viel zu erwarten hat es uns dort zurückgehalten - war es die tolle Übernachtung, die Bar mit Happy-Hour oder das Restaurant wo das Essen zu einem Happening wurde? Vielleicht auch das schnuckelige Mittelalterdorf (Hautpoul) oder die Hängebrücke (Passerelle da Mazamet) 70m über dem Boden zur Queerung der Arnetteschlucht (toll aber nicht für alle gleich gut geeignet 😅)?


Wer kennt dieses beeindruckende Viadukt?

Lustiger Abschluss des Abends, danke Bernard und Restaurant Mets et Plaisirs 🥳

Blick auf die Passerelle und Mazamet

Hautpoul

Ein qequältes und ein zufriedenes Lächeln

Blick von der Passerelle nach unten

Knapp 3omin von Mazamet entfernt ist der Pic Nore. Das ist der höchste Punkt in der Region und man hat eine 360° Rundsicht und Blick auf die Pyrenäen - ein Abstecher lohnt sich auf jeden Fall, nicht zuletzt wegen den schönen Kurven und der Natur dort!

Strasse auf den Pic Nore

Teilaussicht vom Pic Nore - im Hintergrund sind die Pyrenäen zu sehen


Man muss weit reisen...

... um Personen aus der Schweiz zu treffen!

Olivia hat über die sozialen Medien gesehen, dass wir irgendwo in Frankreich sind und sich auf gut Glück spontan gemeldet. Zu diesem Zeitpunkt waren wir nur 2h von ihnen entfernt und so eine Gelegenheit muss man beim Schopf packen! Daher haben wir die Route zu ihnen eingeplant, haben die Security am Campingeingang gekonnt ignoriert (wurden noch beim Motorrad parken "an den Ohren gezogen" wie man so schön sagt) und konnten dann Kaffee und schöne Gespräche geniessen. Danke für eure Initiative und geniesst eure restlichen Ferien noch! 🤗

Olivia und Ädu

Dänu hat über den Blog gesehen, dass wir in Südfrankreich waren. Als er mich kontaktierte und das Ebrodelta als Standort angab dachte ich "das passt wohl nicht" und habe ihm das so mitgeteilt.

Gleich darauf meldete ich mich bei Fred, weil er einen Besuch an seinem Ferienstandort offeriert hatte. Sein ursprünglicher Standort passte aber nicht mehr und so ging es einen zusätzlichen Tag bis wir in der Nähe waren und unter Olivenbäumen eine leckere, hausgemachte Paella speisen durften. Gratis dazu gab es bis zu unserem Einknicken einen kurzen Kampf gegen Mücken (die sind bei Abenddämmerung definitiv in ihrem Element und haben viel Blutdurst aka Wille) bis wir dankend Anti-Brumm angenommen haben... Euch vielen Dank für eure Zeit, den schönen Abend und die leckere Paella (mit Reis)!

Schlicht und gemütlich

Fred und Marianne

Weil wir danach zu müde waren, sind wir nicht direkt weitergefahren und so sass ich am nächsten Mittag mit Meeresblick auf dem Campingplatz als sich Dänu nochmals meldete. Dadurch hat mein Ferien-Kurzzeitgedächtnis den nötigen Stromstoss erhalten und auf Nachfrage realisierten wir, dass Dänu mit seiner Familie nur 600m (!!) vom Standort von Fred und Marianne verweilten. So reichte es auch da noch für ein Treffen bevor sie am nächsten Morgen zurückfuhren, so cool! Danke bist du so hartnäckig @Dänu 😋

Dänu und Fränzi


Region Aragón: Geoparque Maestrazgo y Sierra de Albarracín

Neben dem wunderschönen Nationalpark Corbières-Fenouillèdes südlich von Carcassonne (F) stach bis jetzt vor allem die obenerwähnte Region heraus.

Gorges Galamus (Corbières - F)

Wir wurden total überrascht vom Weitblick, der sich stets wandelnden Natur und den teils ritterhaft/mittelalterlich anmutenden Ortschaften. Dazwischen Strassen, welche einfach leer aber von genialer Qualität sind: 30min fahren und dabei ein Auto und einen Velofahrer zu kreuzen sind durchaus die Regel und schlichtweg ein Traum.


Presa de Santolea (E)

Molinos - Teruel


Geoparque Maestrazgo



Schwierig auf den Fotos nachzubilden, aber die Felsen hatten Farben zwischen Grau, Blau, Rosa, Orange, Rot und Weiss

Albaraccín



Sierra de Albaraccín

Der Herbst kommt


Schlussgedanken

  • In Spanien klappte es mit dem Fahrverbot "umfahren". Als wir einen Anwohner neben dem Fahrverbot für die schöne Strasse ansprachen, meinte er "für Motorräder sollte das gehen, sie werden euch durchlassen und sonst sehen wir uns bald wieder". Und siehe da - der LKW im Bild setzte zurück, wir dankten und mit einem fröhlichen "Adios" waren wir wieder weg:


  • Oliven - ganz viele feine Oliven! In den Ferien schmeckt alles besser und im Anbauland eines Gemüses oder einer Frucht schmeckt diese immer besser. Aber was wir hier an leckeren Oliven bereits verdrücken durften - es muss das Olivenparadies sein 😄


  • Lieblingssprichwort aus Frankreich: "quoi de neuf, que du vieux?". Heisst soviel wie "was gibt es Neues, nur Altes".
  • Priester in Spanien haben einen grösseren Wortschatz als angenommen. In der Bar von einem Rettungssanitäter scherzhaft hochgenommen, erwiderte er gleich mit "de puta madre". Die haben wohl einen Humor wie die Iren... 
  • Resolí ist ein lokaler Likör aus der Region Cuenca in Aragonien und sehr lecker. Er beinhaltet Kaffee, Anis, Nelken, Zimt, Orange/Zitrone und Brandy aber schmeckt ein bisschen wie süsser Kaffee mit Schuss
  • Freie Fahrt heisst nicht man darf unaufmerksam werden

  • Zuerst trafen wir die französischen Polizisten nahe der Grenze - elegant auf ihren grossen Motorrädern, nur um kurz nach der Grenze von den Geschwaderjungs (Mossos d'Esquadra) aus Katalonien gestoppt zu werden. Dem Charme von Valérie haben sie nicht lange wiederstanden und wir hatten freie Fahrt 😊



Als nächstes trifft uns wohl das schlechte Wetter, aber das ist ein Problem von den Zukunfts-Reisenden. Liebe Grüsse aus Tragacete!

4 Kommentare:

Charly hat gesagt…

Merci Mänu für das Update! Schööön auso - ich werde gerne regelmässig reinschnuppern hier. Heits ganz guet! :-)

Steffi hat gesagt…

Heii mega cool! Gniessets mitenang, mit au de andere wo dir kennelehret u ganz viu Spass witerhin ☺️

Emanuel hat gesagt…

Merci viumau u i luege dass d Luft früsch blibt we de wottsch cho "schnüpperle" ;)

Emanuel hat gesagt…

Danke und aktuell würd i säge dito :) Hajime oder wie me däm ou seit!